Schadstoffbelastung von Weinbergen

durch den Straßenverkehr

Aufgrund der relativ nördlichen Lage der deutschen Anbau-gebiete benötigt die Weinrebe in Deutschland ein besonders warmes Mikroklima. Großklimatisch gesehen liegt der deutsche Weinbau bereits an der „polaren Grenze" der Anbaumöglichkeit. Dadurch ist er zwangsläufig auf die besonders sonnigen, warmen

und möglichst frostfreien Mikroklimalagen angewiesen. Im Schutz

des Wasgaus und der Haardt ergibt sich dieses für den Weinbau optimale Klima.

Trotz guter klimatischer Bedienungen sind auch die Reben verschiedensten Umwelteinflüssen ausgesetzt, sogenannten Stressfaktoren. Man unterscheidet dabei die biotischen (lebenden) Stressfaktoren und die abiotische (unbelebten) Stressfaktoren.

Biotische Stressfaktoren sind z. B. Pilze, Bakterien, Viren, Spinnentiere, Insekten, Wirbeltiere.

Abiotische Stressfaktoren sind z. b. extreme Witterungs- oder Klimaeinflüsse mit negativen Auswirkungen auf Wachstum , Ertrags- oder Qualitätsbildung. Neben den natürlichen Faktoren (Temperatur, Strahlung, Wasser- und Mineralstoffversorgung, Luftfeuchte) sind hier auch die vom Menschen ausgelöste Faktoren (Luftverschmutzung, Bodenverseuchung) relevant.

 

 

Straßenverkehrsbedingte abiotische Stressfaktoren

Diese Stressfaktoren bzw. Schadstoffe schädigen das Pflanzenwachstum und werden in die Nahrungskette Boden-Pflanze-Mensch aufgenommen.

Schadstoffe

Luftverschmutzungen wie Benzol und Rußpartikel.

Ozon.

Erhöhte CO2-Gehalte in der Atmosphäre.

Schwefeldioxid (saurer Regen).

Erhöhte UV-Strahlungen.

Schwermetallbelastung durch Blei, Cadmium, Kupfer und Kohlenwasserstoffe (PAK).

 

 

Auswirkungen auf die Rebpflanzen

Geringere Vitalität, z. B. Minderung des  Trieblängenwachstums.

Verminderung der Erträge.

Qualitätseinbußen.

Schadstoffeintrag in Boden und Grundwasser.

Verminderung der Bodenfruchtbarkeit.

Anbaubeschränkungen bis Anbaustop bei Überschreitung der zulässigen Boden-Richtwerte.

 

 

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