Umweltbelastung durch Luftschadstoffe

                   


Die Luft, die wir einatmen, täglich zwischen 6700 l (Schlaf) und 8600 l (körperliche Hoch-Leistung), ist ein Gemisch aus verschiedenen gasförmigen Komponenten:

Alle zusätzlichen Komponenten sind Verunreinigungen und Schadstoffe:

Ø      Kohlendioxid (CO2)

 Ø      Stickoxide (NOx)

 Ø      Kohlenmonoxid (CO)

 Ø      Kohlenwasserstoffe (HC)

 Ø      Organische Verbindungen wie Aldehyde

Ø      Anorganische Verbindungen wie Schwefeldioxid (SO2)

 Ø      Staubförmige anorganische Stoffe wie Ruß

Flugasche und Feinstaub (PM 10).

 


Ein Teil dieser Schadstoffe gelangt durch natürliche Vorgänge, z.B. Vulkanausbrüche, in die Luft. Die durch den Menschen verursachte Luftverschmutzung stammt aus Industrieanlagen, Kraftwerken, Haushalten und zum überwiegenden Teil aus Verkehr

 

Luftschadstoffe und Transitverkehr

Bezogen auf den Verkehr, hat insbesondere der Schwerverkehr einen großen Anteil an den Schadstoffemissionen.

Die 23 Millionen Lastwagen in der EU belasten die Luft genauso stark wie die 180 Millionen PKW (Verhältnis 1 :7,8).

 


Trotz stetiger Verschärfung der Abgasnormen für LKW wir der dadurch erzielbare Nutzen für die Luftreinhaltung durch den stark steigenden Transitverkehr wieder aufgefressen, so dass es auch zunehmend schwerer wir die EU-Klimaschutzziele zu erreichen. 

Diese Auswirkungen werden wir natürlich auch in der Südpfalz zu spüren bekommen, wenn die B 10 vierspurig ausgebaut wird und der LKW-Transitverkehr überproportional zunehmen wird.  

 

Geologie und Klima

In der Nacht kühlt sich die Luft ab und fließt zum tiefsten Punkt.     Im Talgrund sammelt sich die kalte Luft zu einem Kaltluftsee.

 

Zusätzlich kommt es aufgrund von Inversions-Wetterlagen häufig zu einer Behinderung des vertikalen Luftaustausches in dem stabile Schichtungen der bodennahen Luftmassen auftreten.

In der Nacht kühlt sich der Boden und die Luft durch Abstrahlung ab, die Luft wird dadurch schwer und fließt in die Mulden und Täler. Es bilden sich sogenannte Kaltluftseen.

 

Eine Temperatur-Inversion bildet wegen der stabilen Schichtung eine Schranke für den Austausch der Luftmassen. Bodennahe Emissionen können nicht über diese Schranke hinweg nach oben entweichen und sammeln sich im Kaltluftsee.

Gravierend verstärkt zeigt sich dieser Effekt während der Morgen-, Abend- und Nachtstunden (5-fach höhere Emissionsbelastungen) und im Winter (4-fach höhere Emissionsbelastung).

 

Auswirkungen der Luftschadstoffe auf den Menschen

Unter Luftschadstoffen verstehen wir Stoffe, die in der Luft in Konzentrationen vorhanden sind, die den Menschen und oder seine Umwelt direkt und indirekt beeinträchtigen oder schädigen.

Neben den ökologischen Schäden wie saurer Regen, Waldsterben, Smog und den globalen klimatischen Veränderungen wie Treibhauseffekt und Ozonloch wird durch die Schadstoffe auch der Mensch unmittelbar beeinträchtigt:

 

·         Belästigung durch schlechte Gerüche und Rauch.

·         Reizungen der Augen und Atemwege.

·         Beeinträchtigung der Atemfunktionen.

·         Erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten und Infektionen.

·         Erkrankungen der Atemorgane, insbesondere chronische Bronchitis.

·         Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

·         Erhöhte Gefährdung bei Herz- und Kreislaufkrankheiten.

·         Lungenkrebs.

·         Zentralnervöse Störungen und Schädigungen von Enzymen.

 

Auswirkung der Luftschadstoffe in Zahlen: 

Todesfälle:      25.569/a  
Lungenkrebsfälle.   8000/a  
Chronischer Bronchitisfälle:   530.000/a  
Effekte bei Asthmatikern: 14 Mio/a  
Arbeitsausfall:        24,6 Mio Tage/a 

 Quelle: (UPI-Heidelberg)

 

In Europa sterben doppelt so viele Menschen an indirekten als an direkten Folgen des Verkehrs

 

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B10 Landau – Pirmasens: 

Abgasvolumen von 3500 LKW/Tag

  =

Füllvolumen von 1750 Heißluftballons
CO2:  437 t  
NOX:         872 kg  
CO:  450 kg  
HC:    231 kg  
SO2:       11 kg  
Partikel:  45 kg

           

     

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